Tuesday, June 17, 2014

Segeln 17.6.

Gestern Abend wurde ich spontan auf einen Segelausflug eingeladen. Wie kann man da denn nein sagen? :)
Heute morgen ging es dann mit Natalie, ihrem Vater und ihrer Tante auf ihr eigenes Boot. Da kann man schon neidisch sein, vor allem da sie im Sommer meistens auf Segelausflüge bis in die  Karibik gehen.

Also wie gesagt ging es um 9 los, die Leinen gelöst und Segel gespannt und dann hieß es erstmal am Deck sonnen, Musik hören und entspannen. An der Insel angekommen, sind wir auf dem geblieben und haben Mittagessen gegessen. Mit dem Beiboot sind wir dann auf die Insel, und sing herumgelaufen.

Später, auf dem Heimweg dufte ich dann steuern, Captain Nina! Auf dem Heimweg haben Natalie und ich uns gegenseitig gezeichnet. Also ich habe mein bestes versucht, sie zu zeichnen, und sie mich. (wir beide lieben zeichnen/malen).

Die Bilder können zwar nicht den Wind beschrieben, der einem durch's Gesicht weht, aber naja.. 























Friday, June 13, 2014

Broughton Trip

Am Montag stand der letzte Trip des Explore Programms an. Ich stand dem ganzn mit gemischte Gefühlen gegenüber.. einerseits würde es super werden andererseits wollte ich nicht, dass alles schon vorbei ist.

Was das besondere an diesem Trip ist, dass dieses mal alle 48 mitkommen, anstatt nur die hälfte. Natürlich sind immer ein paar Leute krank, aber trotzdem waren es am Ende 45. Immernoch ein Haufen.

Am Montag ging es dann also zur Schule, wo wir dann einen ganzen Umzugswagen mit unserem Kram beladen haben. Also auch Wasserkanister, Zeltplanen, Campingöfen und so weiter.
Wie immer ging es dann in einen gelben Schulbus 3 Stunden nördlich zu einem kleinen Örtchen genannt "Telegraph Cove". Richtig niedlich:


Von dort aus wurden wir dann auf zwei Whale Watching Boote verteilt. Nichtmal 20 Meter vom hafen entfernt, sahen wir schon die ersten Tiere: "Harbour Porpoise" - "Kleiner Tümmler" (eine Art Delfin).
Von dort aus sahen wir auf unserem Weg zum Camp auf Mound Island noch zwei Buckelwale.





Nach circa 45 Minuten sind wir dann auf unserer Insel angekommen, haben die Boote entladen, unser Camp aufgebaut was so ziemlich bedeutet: Zelte aufbauen.Danach Abendessen vorbereiten - für mich hieß das Sushi! Eines meiner Lieblingsessen. 


Am Abend hatten wir eine Aufgabe in unseren Gruppen: "Laugh-Off".
Bevor es aus dein Ausflug ging wurden wir in Gruppen von 8 Personen eingeteilt. Ich habe es echt gut getroffen und ich hatte viele lustige Menschen in meiner Gruppe. Ich muss mal schauen ob ich irgendwo ein Bild von der Gruppe zusammen finde.

Jedenfalls hatten wir dann 10 Minuten um ein 1-Minute Auftritt vorzubereiten, indem wir alle zum lachen bringen mussten. Gewinner ist der, bei dem das Publikum am meisten lacht.
Es war echt lustig, da es scheint als würde es niemandem was ausmachen, wer zuschaut, da jeder sich zum Affen macht.

Nach dem Laugh-Off hatten wir circa ein-einhalb Stunden Freizeit, in der wir Bett/Zelt-fertig sein mussten- also Zähne geputzt und das Essen in den Kayakluken, damit keine Tiere zu den Zelten nachts kommen.

In der Nacht waren die Lehrer nicht ganz so begeistert da wir alle ziemlich laut waren. Ich hatte aber echt viel Spaß mit den Leuten in meinem Zelt. Kate und Jill:



Am nächsten Tag wurden die 6 Gruppen auf zwei Boote verteilt und es ging noch einmal Whale Watching. Wir waren nicht einmal 30 Minuten auf den Booten, als wir schon wieder Buckelwale (Galaxy und Black Pearl) entdeckten. Es war echt faszinierend diese Tiere anzuschauen. Jedes mal wieder wundere ich mich, wie sie mit dem Gewaltigen Gewicht sich aus dem Wasser Wuchten können. Ich meine jeder hat ja schon einmal versucht, sich aus dem Wasser zu drücken, ohne Boden unter den Füßen und ich bin mir sicher, dass ich da jetzt nicht die einzige bin bei der da ein paar Zentimeter alles sind.. Und diese Tiere haben mehrere Tonnen mehr Gewicht und sehen dabei noch majestätisch aus.. 









Zur Mittagspause haben wir in deinem Museum gestoppt. Das Museum war von einem Mann, Billy Proctor zusammengestellt. Er war in seinem ganzen Leben kein einzigen Tag in einer Schule, und trotzdem ist er einer der inteligentesten Menschen, die ich je getroffen habe. Er ist lustig, und noch total geistig fit. Er selbst sein Geheimnis zum fit bleiben ist: "Fisch essen, Kreuzworträtsel lösen und mit jüngeren Menschen Zeit verbringen. Es würde ihn wahnsinnig machen in einer Gruppe von Älteren Menschen zu sitzen, die tagein tagaus nur über Tod und Krankheiten reden."
Er hat in seinem Leben zwei Bücher geschrieben, und es wurde ein Film über ihn gedreht. Er hat die Spitze der Regierung schon getroffen, und trotz allem ist er noch total bescheiden. Er setzt sich für Lachs und andere Tiere ein, und ist eine Legende hier.
Das Museum, das er auf der Insel aufgebaut hat besteht aus drei verschiedenen kleinen Häusern. Das erste Haus ist gefüllt mit Sachen die er am Strand gefunden hat, seit den letzten 50 Jahren. Das zweite Häuschen ist gebaut aus Zeder, und ein altes Holzfällerhüttchen. In dem quadratischen Häuschen  war nur ein Bett und ein Ofen, das war es schon. trotzdem hatte es total Charm. So haben die Holzfäller früher gelebt. Das 3. Haus war ein kleiner Laden mit allen möglichen Postkarten und ein paar Souvenirs

Ich hab mir die Zeit genommen, ihm ein bisschen zuzuhören, als er zu den Lehrern gesprochen hat.  Eine Geschichte fand ich besonders gut:

Neulich kam ein Mann aus den USA auf die Insel. Er war ziemlich reich und machte kein Geheimnis daraus, dass er Geld hatte und dachte, dass er besser als jeder andere ist. Schließlich bat er Billy an, sein Grundstück für eine halbe Millionen zu kaufen. Billy lachte darauf nur, und meinte: "Was soll ich denn mit dem Geld?" "Naja, du könntest dir ein Haus auf dem Grundstrück bauen.", meinte der Kerl. Billy lachte und antwortete: "Und dich als Nachbar haben? Nein danke." 










Nach dem Mittagessen ging es dann auf einem Umweg durch verschiedene Inselgruppen zurück zum Camp. Dort angekommen mussten wir unser Abendessen vorbereiten und eine Vorführung für das Abendessen.
Als wir vor dem Ausflug in Gruppen eingeteilt wurden, mussten wir uns ein Motto ausdenken, und uns ein Gruppenessen passend zu dem Thema aussuchen. Wir sind auf "Gangster from the Hood" gekommen.


Und als essen frittiertes Hühnchen, Kartoffelbrei und Bratensoße, Macaroni mit Käse. Und als Dessert Wassermelone und Traubensaft. Der Abend war echt sehr lustig und alle hatten verschiedene Themen von griechisch über Alice im Wunderland, zu Mittelalter und so weiter..
Abends hatten wir dann wie immer Freizeit.


Der nächste und letzte Tag war gefüllt mit drei verschiedenen Aktivitäten. Hierbei waren die 6 Gruppen in drei Gruppen verteilt. also Gruppe 1&2 zusammen, 3&4 und 5&6.
#1 Ein Gespräch mit Jackie Hildering über Werbung und wie sie uns beeinflusst. Es war richtig interessant und sehr berührend, da sie auch persönliche Lebensereignisse mit eingebracht hat. Und im allgemeinen waren es auch Gespräche über Entscheidungen, wie zum Beispiel eine Karriere in einem konkurrenzbetonten Jobs wie z.b. Anwalt das Leben beeinflusst. Das man dann oft lange Arbeitstage hat, und wenn man dann irgendwann eine Familie hat, manche Leute nicht genug Zeit mit ihren Kindern verbringen damit die Karriere nicht leidet. Weil man sich dann schlecht fühlt, wird von dem ganzen Geld dann Geschenke gekauft, und man schafft Konsumdenken bei den Kindern.

-Dann haben wir uns Mittagessen gemacht-

#2 Dann spielten wir ein paar Gruppenspiele. Eins davon war ein Teamwork Spiel. Man stellt sich mit allen 16 in einen Kreis und alle setzen sich gleichzeitig hin.Es hat wirklich geklappt!
Als nächstes mussten wir uns einen Platz suchen und für 5 Minuten darüber nachdenken, was das Explore Programm verändert hat. Sachen die man gelernt hat, Menschen die man kennengelernt hat. Es tat gut, dort am Meer zu sitzen und die komplette Zeit nochmal an einem vorbei ziehen zulassen.
Dann haben wir alle darüber geredet/diskutiert, Ratschläge gegeben und so weiter.

#3 Dann sind wir auf einen Kayak Trip um die nächste Insel gegangen, was ziemlich lustig war :)

Nach dem Kayak Trip stand für alle 6 Gruppen ein Kayak Wettrennen statt. Man musste zur nächsten Insel Kayaken (jeder der 8 Teammitglieder musste den Boden am anderen Ufer berührern), Feuerholz sammeln
und dann, wenn alle 8 zurück sind ein Feuer starten, das einen Faden verbrennen muss..
Es war ein Spektakel und total viel Spaß, meine Gruppe war glaube ich 3.

Am Abend gab es Chili für alle und dann Camping-Schwarzwälder Kirschtorte. (Schokoladenkuchen, Dosenkirschen und Sprühsahne). Es war echt lecker! Ach ja, und ein letztes mal wurde Szenen vorgespielt, zum Thema "Mutter Erde". Außerdem wurden Szenen der letzten Ausflugs zu Vargas Island gewählt, und wurden dann erneut für alle 48 gespielt.

Am nächsten Tag ist nichts spannendes mehr passiert, wir haben nur unser Zeug zusammen gepackt, auf die Boote gepackt, und dann sind wir wieder zurück nach Telegraph Cove. Dort warteten wir zwei Stunden auf den Bus, und schließlich ging es heim.







An der Schule angekommen erfuhr ich, das heute der letzte Schultag war, da die Lehrergewerkschaft beschlossen hatte zu streiken. Ich war aber eher traurig, da ich gerne alle wieder gesehen hätte in der Schule. Naja vielleicht kann ich mich ja mit allen treffen.

Liebe Grüße
Nina

Es ist nicht ganz und gar mehr lange bis ich euch endlich wiedersehe!



Sunday, June 08, 2014

Vargas Island Kayaking

Vor einer Woche bin ich von dem Kayaking trip wieder gekommen. Es war ein wundervoller Trip und ich hatte so viel Spaß!
Am ersten Tag habe ich erstmal verschlafen. Um 10 vor 6 kam Chris, mein Gastvater in mein Zimmer und meinte "Wollten wir nicht um viertel vor losfahren?" Soviel dazu.. Ich bin dann hin und her gerannt, hab mein Zeug zusammen gesucht, schnell ein Erdnussbutter Brot geschmiert und bin losgerannt. Wir waren dann um 6:01 an der Schule und wir waren unter den ersten.

Dann ging es mit dem Bus nach Tofino. Der gleiche Weg, den ich schon mit den Internationals gefahren bin. Mit Pausen würde ich schätzen circa 3 einhalb Stunden. Dort angekommen mussten wir dann die Wasser Behälter füllen, da wo wir campen, auf einer Insel. es keine gute Wasserquelle gibt. Im Notfall könnten wir Wasser aus einem kleinen Bach filtern, aber da wir einen Haufen Wasser mitbringen.. ist das ziemlich unnötig.
Aaalso. Die Wasserbehälter wurden aufgefüllt und dann die Kayaks verteilt und dann mssten wir sie mit unserem Zeug packen, und jeder hatte einen Wasserkanister bei den Füßen.
In einem Doppelkayak gibt es neben den zwei "Löchern" für die Sitze noch drei andere. Eine Luke in der Mitte für Gruppensachen, wie mehr Wasserkanister oder Campingofen und Zeltplanen.

Als nächstes haben wir die Kayaks zum Wasser getragen - mit 8 Leuten! da die um die 300kg gewogen haben. Endlich ging es dann los, auf's Meer und näher zum Camp. Die Aussicht warecht wunderschön, während dem Kayaking hat nur leider kaum einer Bilder gemacht. Ich selbst hatte keine Kamera dabei, aber viele andere, daher habe ich auch ein paar Bilder.

Am Strand, der für die nächsten 5 Nächte unsere Heimat werden würde. Schließlich haben wir unsere Zelte aufgebaut und Planen gespannt, falls es regnen sollte. Als dann alle hungrig wurden haben wir Abendessen gemacht, Taco Salat. Salat mit Tacofleisch und tortilla chips und Käse. Am Abend, so wie an jedem folgendem Abend haben wir ein Lagerfeuer gemacht. Und dann ging es auch bald schon nach einem schönen Sonnenuntergang ins Bett.

Am nächsten Tag stand ein halbtags Kayaking trip an, wo wir zu einem Strand sind und Mitagessen gegessen haben. Danach ging es wieder an den Heimatstrand und wir hatten den restlichen Tag frei hatten. Es war anfangs gutes Wetter aber.. dann.... wir schauten in den Himmel und sahen dicke, dunkle graue Regenwolken kommen..
Also haben wir noch eine Plane aufgebaut und uns verkrochen, sodass wir Schutz hatten. Dann kam auch schon der gefürchtete Regen.. nur nach einer halben Stunde, die wir unter den Planen mit Karten spielen und reden verbrachten..  hörte es auch schon wieder auf und der Himmel würde wieder hell und stellenweise wieder hellblau.

Dann gings wieder ans Abendessen machen, dann mussten alle Essensachen wie immer in die Kayaks gesteckt werden, da auf der Insel Wölfe und andere Tiere sonst das Essen klauen würde.

Für Wölfe wäre das noch schlimmer, da sie dann zutraulicher werden würden und irgendwann ein Risiko für Menschen darstellen. Das heißt, dass sie sobald sie Menschen sehen denken "Einfaches Essen!" und durch das Camp laufen und nach Essensresten suchen. Dann würde vielleicht jemand außerhalb des Zelts sein und wenn der Wolf dann den Menschen angreift (was ein natürlicher Instinkt ist), würde er erschossen werden.

Der nächste Tag war total entspannt. Es war zu windig, um kayaking zu gehen also hatten wir Freizeit.
Beim Frühstück ist etwas sehr aufregendes passiert:
Plötzlich fing ein Lehrer an "WHALES" zu schreien, und tatsächlich, als wir zum Meer schauten, auf der schmalen Passage zwischen unserer Insel und der nächsten, sah man Walfinnen. Grauwale, eine Mutter mit Kind. Es war echt faszinierend die Wale so zu sehen, so schwer und doch so leichtmütig im Wasser. Das ging etwa 15 minuten so weiter - sehr ungwöhnlich für Wale.

Den ganzen Tag haben wir nichts anderes gemacht als am Strand gelegen, Strandfußball gespielt und gegessen.

Ach, und das habe ich total vergessen: Abends beim Lagerfeuer müssen wir in Gruppen, die tagsüber irgendwann benannt wurden, immer kleine Szenen vorspielen. Man ist in einer Gruppe mit circa 6 Leuten und muss sich zu einem Thema eine kleine lustige Szene ausdenken. Die Themen waren zum Beispiel Musical, Puppenshow, Disney- und Pixarfilme,.. und waren immer zum totlachen.

Der nächste Tag war wieder sehr windig, weshalb wir wieder nicht auf's Wasser konnten, aber wir haben eine kleine Halbtageswanderung zu Gezeitenpools, wo wir uns dann Seesterne, Krabben, und und und angeschaut haben. Wir hatten viele Biologie-verückte Lehrer dabei. Dann gings wieder zum Strand zum abhängen. Am Abend war es wieder ein Lagerfeuer wie jede Nacht, ein toller Sonnenuntergang und lustige Szenen.

Am letzten kompletten Tag, Freitag, ging es endlich wieder auf einen Kayak Tagesausflug. Wir sind also zu einer anderen Inselgruppe, genauso wunderschön und unberührt. Dort war dann "SSP" angesagt, Sustain Silent Paddling, was so viel bedeuted wie: solange dein Boot nicht brennt oder du von Aliens angegriffen wirst, bleibst du ruhig und sagst kein einziges Wort. Das maximiert die Chance für alle Wildleben zu sehen. Wir haben dann nur einen Seeotter gesehen, aber besser als nichts. Und es war auch so total entspannend langsam und ruhig durch die Wellen zu gleiten. Am Ende wurde es für mich aber qualvoll, da ich sehr dringed mal "für kleine Tiger" gehen musste. Zum Mittagessen haben wir dann also in der Nähe von "One Tree Island" eine Insel mit einem Baum, gegessen. Dann ging es heim und wie üblich hatten wir Freizeit, mussten unsere Szenen vorbereiten, Abendessen machen und anfangen alles für morgen vorzubereiten, da wir früh los mussten.

Samstags ging es dann wirklich um "Ugly O'clock" los und alles musste abgebaut und in den Kayaks verstaut werden. Das war dann gegen 9 Uhr gepackt und um 9:30 saßen wir in den Kayaks auf dem Weg zurück nach Tofino. Da ist nichts spannendes passiert, alles verlief normal. Im Hafen angekommen, mussten wir unser Zeug wieder aus unserem kayak rausholen und die Kayaks sauber machen, und sie wieder auf den Truckanhänger aufladen. Gegen 1, halb 2 war alles fertig und wir sind mit dem Bus wieder heim gefahren. Es war ein toller Ausflug!

Zurück daheim angekommen bin ich erstmal ins Badezimmer gelaufen und habe mich darüber gefreut das es Toiletten und duschen in Zivilisation gibt.


Die Bilder sind nicht in der richtigen Reihenfolge, aber ich hoffe sie geben euch einen Einblick!